Im November wird es früh dunkel, und genau das macht diese Zeit für Kinder so besonders. Rund um St. Martin leuchten überall Laternen, und ein Spaziergang im Dunkeln fühlt sich plötzlich wie ein kleines Abenteuer an. Warum also nicht den Laternenlauf mit einem Picknick verbinden? Mit warmen Getränken, ein paar Leckereien und der richtigen Vorbereitung wird daraus ein Abend, an den sich die ganze Familie gern erinnert.
Die richtige Route für kleine Laternenträger
Ein Laternenspaziergang muss nicht lang sein. Für kleinere Kinder reicht oft schon eine Runde von einer halben Stunde, denn das Tragen der Laterne ist anstrengender, als es aussieht. Gut geeignet sind ruhige Wege am Ortsrand, ein Parkweg oder ein Feldweg, den man bei Tageslicht schon kennt. So gibt es im Dunkeln keine unangenehmen Überraschungen wie Pfützen, Wurzeln oder unbeleuchtete Straßenüberquerungen.
Schön ist ein Ziel, auf das sich alle freuen können: eine Bank mit Blick über die Felder, ein Spielplatz oder eine kleine Lichtung. Dort wird das Picknick ausgepackt.
Warm eingepackt durch den Novemberabend
Am Abend wird es im November schnell kalt und oft auch feucht. Mehrere dünne Schichten halten besser warm als eine dicke Jacke. Mütze, Handschuhe und wasserfeste Schuhe gehören unbedingt dazu. Gerade Kinder kühlen beim Stehen und Sitzen rasch aus, auch wenn sie vorher noch herumgetobt sind.
- Eine Sitzunterlage mit isolierender Unterseite oder Isomatten
- Eine zusätzliche Decke zum Einkuscheln
- Reflektoren oder Leuchtbänder an Jacken und Kinderwagen
- Eine Taschenlampe oder Stirnlampe für die Erwachsenen
- Ersatzbatterien für elektrische Laternenstäbe
Was in den Picknickkorb gehört
Bei einem Abendpicknick im Herbst stehen warme Sachen im Mittelpunkt. Eine Thermoskanne mit Kinderpunsch, Kakao oder Tee wärmt von innen und ist für viele Kinder schon das Highlight des Abends. Wer mag, füllt eine zweite Kanne mit einer heißen Suppe, die sich gut aus Bechern trinken lässt.
Zum Essen passt alles, was sich ohne Besteck und mit Handschuhen halbwegs gut greifen lässt: belegte Brötchen, kleine Laugenstangen, Apfelschnitze oder Mandarinen. Ein Klassiker zu St. Martin ist der Weckmann, der in manchen Regionen auch Stutenkerl oder Martinsmann heißt. Ein Hefegebäck in dieser Form selbst zu backen, macht Kindern am Nachmittag vor dem Spaziergang viel Spaß.
Die Geschichte gehört dazu
Ein Laternenabend wird noch stimmungsvoller, wenn man unterwegs die Geschichte vom heiligen Martin erzählt. Der römische Soldat, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilt, ist für Kinder leicht zu verstehen. Beim Picknick lässt sich gut darüber sprechen, wie man selbst teilen kann. Vielleicht teilen die Kinder ja ihren Weckmann mit den Geschwistern oder mit den Großeltern.
Natürlich dürfen auch die Laternenlieder nicht fehlen. Die meisten Kinder kennen sie aus Kita oder Schule und singen sie im Dunkeln gleich doppelt so begeistert.
Sicher und rücksichtsvoll unterwegs
Echte Kerzen in Papierlaternen sehen schön aus, sind aber in Kinderhänden riskant. Elektrische Laternenstäbe sind die sicherere Wahl. Wer im Wald oder am Feldrand picknickt, sollte außerdem daran denken, dass dort Wildtiere zur Ruhe kommen. Lautes Toben bleibt also besser auf dem Weg, und alle Reste kommen selbstverständlich wieder mit nach Hause.
Zurück daheim wartet dann ein warmes Bad oder eine Tasse Kakao, und die Laterne bekommt einen Ehrenplatz am Fenster.
