Picknick mit Bären
Kinostart Picknick mit Bären
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Inhalt

Der bekannte Reiseschriftsteller Bill Bryson (Robert Redford) möchte sich nicht in ein langweiliges Rentnerleben verabschieden. Allen Warnungen seiner liebevollen Frau Cathy (Emma Thompson) und seiner Kinder zum Trotz will er sich ein letztes Mal in ein Abenteuer stürzen und zu Fuß den Appalachian Trail bezwingen, einen 3.500 Kilometer langen Wanderweg quer durch die USA. Die Probleme beginnen allerdings bereits bei der Suche nach einem geeigneten Wanderpartner. Der einzige, der sich mit ihm auf die Reise machen möchte, ist ausgerechnet sein schon lang entfremdeter Schulfreund Stephen Katz (Nick Nolte), ein ehemaliger Alkoholiker, der für das gewagte Vorhaben neben einer schlechten Kondition auch zu viele Kilos mitbringt. Dennoch macht sich das ungleiche Gespann auf den Weg in die atemberaubende amerikanische Wildnis und findet hierbei nicht nur eine alte Freundschaft wieder sondern vor allem auch zu sich selbst.

Oscar®-Preisträger Robert Redford, Nick Nolte und Emma Thompson triumphieren in dieser unterhaltsamen Buddy-Komödie im Kampf gegen die Tücken der Natur – und des Alters. PICKNICK MIT BÄREN basiert auf dem gleichnamigen Bestseller des Schriftstellers Bill Bryson.

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Teilnahmebedingungen: Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Preise sind nicht übertragbar. Mitarbeiter der beteiligten Firmen sowie Personen mit Wohnsitz im Ausland sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme von automatisierten Gewinnspielservices ist untersagt. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.



Interview

KOMMENTAR VON REGISSEUR KEN KWAPIS

Als ich Bill Brysons Reisebericht PICKNICK MIT BÄREN las, fiel mir als Erstes auf, dass dieses „ZweiPersonen-Stück“ in Wahrheit drei Hauptfiguren hat: Bryson, dessen alten Kumpel Katz und den Appalachian Trail selbst. Ich hatte gerade bei dem Rettungsabenteuer DER RUF DER WALE Regie geführt, in dem die Filmfiguren einer extremen Umgebung ausgesetzt sind (Nord-Alaska im tiefsten Winter) und wollte gerne die Chance nutzen, eine weitere Geschichte zu erzählen, in der die Natur eine wichtige Rolle spielt. Zudem spürte ich ein starkes Verlangen danach, in die Wälder zu gehen, im wörtlichen und im übertragenen Sinne. Ich sehnte mich danach, den Computer auszuschalten, das Handy wegzulegen und eine unmittelbare Naturerfahrung zu erleben.

Die zweite Sache, die mir an Brysons Buch auffiel, war, dass es sich dabei eigentlich um eine Charakterstudie handelt, die als Reisebericht getarnt ist. Letztlich geht es dort nämlich um die Frage, was eine wirkliche Freundschaft ausmacht. Das beklemmende Gefühl, in seinem Leben zu viel Zeit vergeudet zu haben, spielt im Hintergrund ebenfalls eine wichtige Rolle.

Ich selbst habe zweifelslos zu vielen Freunden aus meiner Vergangenheit den Kontakt verloren. Zwar führe ich eine Liste mit Leuten, zu denen ich gerne wieder Kontakt aufnehmen würde, scheinbar finde ich aber nie Zeit dafür. Das Leben lässt keine Pausen zu, und ich bereue es aufrichtig, keine Zeit zu finden, besser gesagt: mir die Zeit nicht zu nehmen, endlich innezuhalten und mich alten Freundschaften zu widmen, die einmal tief waren und jetzt nur noch einem Echo gleichen.

Als Katz in Brysons Leben hereinplatzt, erwischt er diesen in einem für ihn entscheidenden Moment: Bryson hat nämlich das vage Gefühl, dass sein Leben als kreativer Mensch in eine Sackgasse geraten ist. Und mehr noch: Wo er auch hinsieht, sieht er sich mit den Vorzeichen seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert. Die Wiederbegegnung mit Katz kommt da genau zum richtigen Zeitpunkt: Es scheint fast, als habe das Schicksal ihn herbeigerufen.

Drittens war ich davon überrascht, wie witzig Brysons Memoiren sind. Normalerweise nimmt man ja keine Reiseberichte zur Hand, wenn einem nach Lachen zumute ist, doch PICKNICK MIT BÄREN erwies sich wirklich als unglaublich lustig (und ich schäme mich nicht zuzugeben, dass ich mir tatsächlich hin und wieder vor Lachen auf die Schenkel klopfen musste). PICKNICK MIT BÄREN erzählt zwar von einer Reise der Selbstfindung mit tiefgründigen Themen, oft fühlt man sich aber auch an einen der ebenso legendären wie vergnüglichen Roadmovies mit Bob Hope und Bing Crosby erinnert.

Als ich Robert Redford zum ersten Mal traf, sagte ich ihm, dass es vor allem die optimistische Grundeinstellung sei, die mir an diesem Projekt gefiel. Wenn ich Regie führe, dann lege ich mir oft eine Art Mantra zurecht, mit dem ich mir immer wieder vorsage, was ich eigentlich ausdrücken will, und auf das ich mich berufen kann, wenn mir die Aufgaben über den Kopf zu wachsen drohen. Bei PICKNICK MIT BÄREN lautete mein selbst gewählter Leitsatz schlicht und einfach: Das Leben muss gelebt werden.

Die Voraussetzungen für die 3.500 km lange Wanderung von Bryson und Katz hätten gar nicht schlechter sein können: Keiner der beiden ist wirklich gut in Form. Überdies kommt Bryson, der den strapaziösen Trip angeregt hat, in arge Verlegenheit, wenn er erklären soll, warum er das alles auf sich nehmen will. Für mich ist aber klar, dass sich Bryson und Katz vor allem deshalb in dieses waghalsige Abenteuer stürzen, weil sie nicht einfach so aus dem Leben verschwinden wollen. Sie wollen den Schwarzsehern eine Nase drehen, ja sie wollen sogar dem Tod eine lange Nase drehen. Sie erinnern uns daran, dass das Spiel weitergeht, solange es noch nicht vorbei ist.

Trail



Der 1937 eröffnete Appalachian Trail (Appalachen-Weg) ist ein Fernwanderweg, der sich durch die Appalachen, eines der ältesten Gebirge der Erde, zieht und die beiden Bundesstaaten Georgia und Maine miteinander verbindet. Mit seinen rund 3.500 km Länge (2.180 Meilen) zählt er zu den längsten Fußwanderwegen der Welt. Ausgehend vom Springer Mountain in Georgia führt der zu den National Scenic Trails gehörende Weg durch insgesamt 14 US-Bundesstaaten bis zum Mount Katahdin in Maine.

Die ursprüngliche Idee hinter dem Trail, die einem Mr. Benton Mc Kaye zugeschrieben wird, bestand darin, den höchsten Berg im Osten (Mount Mitchell) mit dem Mount Washington zu verbinden. Die Anlegung des Trails erfolgte schließlich durch die Appalachian Trail Conference, die ihn bis heute in Zusammenarbeit mit staatlichen und lokalen Organisationen pflegt, wobei sich fast der gesamte Trail durch den zusätzlichen Ankauf von ca. 70 Meter Land zu beiden Seiten des Weges in staatlichem Eigentum befindet.

Diejenigen, die es wagen, den Appalachen-Weg in einem Stück zu durchwandern, werden "Thru-hikers" genannt, wohingegen die "Section-hiker" den Trail oft über Jahre hinweg in einzelnen Teilstücken abschreiten; die "Flip-floppers" wiederum gehen eher unsystematisch vor und nehmen mal diesen, mal jenen Abschnitt, sei es um zunächst mit den weniger anspruchsvollen Wegstrecken zu beginnen oder um widrigen Wetterbedingungen bzw. überfüllten Pfaden zu entgehen. Es wird geschätzt, dass pro Jahr zwei bis drei Millionen Wanderer Teile des Trail besuchen, während lediglich 1.800 – 2.000 Hiker versuchen, den gesamten Trail zu laufen. Dabei ist nur jeder vierte Versuch eines "Thru-hikes", den Appalachen-Weg in einer Tour in Gänze zu durchwandern, von Erfolg gekrönt.

Wandern in den USA – die legendären Hiking Trails

Bildquelle: Wandern in den USA
© National Geographic Deutschland

Buch

BUCHAUSZUG

Am vierten Abend lernten wir jemanden kennen. Wir waren gerade auf einer hübschen Lichtung neben dem Trail angekommen, hatten die Zelte aufgeschlagen, mampften unsere Nudeln, genossen das exquisite Vergnügen, nichts zu tun und nur herumzusitzen, als eine pummelige Frau mit Brille und roter Jacke und dem unvermeidlichen überdimensionalen Rucksack des Weges kam. Sie musterten uns mit dem verkniffenen Blick eines Menschen, der entweder ständig konfus oder stark kurzsichtig ist. Wir grüßten einander und tauschten die üblichen Gemeinplätze über das Wetter und den ungefähren Standort aus. Dann kniff sie wieder die Augen zusammen, sah, dass die Dämmerung hereinbrach und verkündete, dass sie ihr Lager neben unserem aufschlagen werde. Sie hieß Mary Ellen und kam aus Florida. Sie war, wie Katz sie später immer wieder in ehrfurchtsvollem Ton titulierte, »ein harter Brocken«. Sie redete ununterbrochen, außer wenn sie ihre Ohrtrompete reinigte, was häufig genug geschah. Zu diesem Zweck hielt sie sich die Nase zu und stieß kräftig Luft aus, was mit einem kräftigen und höchst alarmierenden Schnauben verbunden war, bei dem jeder Hund vom Sofa gesprungen und sich unter dem Tisch im Nebenzimmer verkrochen hätte. Ich weiß längst, dass Gott in seinem Plan für mich vorgesehen hat, ich solle jeweils etwas Zeit mit dem dümmsten Menschen der Welt verbringen, und Mary Ellen war der Beweis dafür, dass ich diesem Schicksal auch in den Wäldern der Appalachen nicht entkommen konnte. Es war von der ersten Sekunde an klar, dass sie ein ganz besonders seltenes Exemplar dieser Gattung war.

»Na, was gibt’ s denn bei euch zu essen?« sagte sie, pflanzte sich auf einen freien Baumstamm und reckte den Hals, um einen Blick in den Topf werfen zu können.
»Nudeln? Schwerer Fehler. Nudeln geben so gut wie keine Energie. Tendenz gegen Null.« Sie schnaubte wieder, um den Innendruck in den Ohren loszuwerden.
»Ist das ein Zelt von Starship?« Ich sah hinüber zu meinem Zelt.
»Ich weiß es nicht.«
»Schwerer Fehler. Die haben dich bestimmt übers Ohr gehauen in dem Ausrüstungsladen. Wieviel hast du dafür bezahlt?«
»Ich weiß es nicht.«
»Auf jeden Fall zuviel. Du hättest dir ein Zelt besorgen sollen, das für drei Jahreszeiten geeignet ist.«
»Das Zelt ist für drei Jahreszeiten geeignet.«
»Entschuldige bitte, wenn ich das sage, aber es ist ausgesprochen dämlich, im März mit einem Zelt hierherzukommen, das nicht für drei Jahreszeiten geeignet ist.« Sie schnaubte wieder.
»Das Zelt ist für drei Jahreszeiten geeignet.«
»Du kannst von Glück sagen, dass du noch nicht erfroren bist. Geh zurück in den Laden und schlag den Kerl zusammen, der dir das angetan hat, denn das war, sag ich mal, absolut unnötig, dir so’ n Ding zu verkaufen.«
»Glaub mir, das Zelt ist für drei Jahreszeiten gedacht.« Sie schnaubte und schüttelte ungeduldig den Kopf.
»Das da ist ein Zelt für drei Jahreszeiten.« Sie zeigte auf das Zelt von Katz.
»Das ist haargenau das gleiche Zelt.« Sie sah es sich nochmals an.
»Ist ja auch egal. Wie viele Kilometer seid ihr heute gelaufen?«
»Ungefähr 16.«
Eigentlich waren es nur dreizehnenhalb, aber dazu gehörten einige knifflige Steilabbrüche, unter anderem eine höllische Wand, Preaching Rock, die höchste Erhebung nach Springer Mountain, für die wir uns mit einem Bonus in Form von erlassenen Kilometern belohnt hatten, aus moralischen Gründen.
»16 Kilometer? Mehr nicht? Ihr müsst ja wirklich in ganz schön schlechter Verfassung sein. Ich bin 22 Komma acht Kilometer gelaufen.«
»Und wieviel hat dein Mundwerk zurückgelegt?« sagte Katz und schaute von seinem Teller Nudeln auf.
Sie fixierte ihn böse aus zusammengekniffenen Augen.
»Genauso viel wie ich natürlich.« Sie sah mich verstohlen an, als wollte sie sagen: Tut dein Freund nur so doof, oder was soll das? Sie schnaubte wieder.
»Ich bin in Gooch Gab losgegangen.«
»Wir auch. Das sind nur dreizehneinhalb Kilometer.« Sie schüttelte heftig den Kopf, als wollte sie eine besonders hartnäckige Fliege loswerden.
»22 Komma acht.«
»Nein, im Ernst, es sind nur dreizehneinhalb.«
»Entschuldigt bitte, aber ich bin schließlich den ganzen Weg zu Fuß gelatscht. Ich muss es ja wohl wissen.«
Dann wechselte sie plötzlich das Thema.
»Meine Güte, sind das Timberland-Schuhe? Megaschwerer Fehler. Wieviel hast du für die bezahlt?« In dem Stil ging es weiter. Schließlich war ich es leid und stand auf, um unsere Teller zu spülen und den Vorratsbeutel aufzuhängen. Als ich wiederkam, bereitete sie ihr Essen zu, redete dabei aber ununterbrochen auf Katz ein.
»Weißt du was?« sagte sie.
»Entschuldige, wenn ich kein Blatt vor den Mund nehme, aber du bist zu dick.« Katz sah sie völlig verdattert an.
»Wie bitte?«
»Du bist zu dick. Du hättest abnehmen sollen, bevor du losgingst. Ein bißchen Sport machen sollen, sonst kriegst du noch so eine, ähem, ich meine, so eine Herzsache.«
»Was für eine Herzsache?«
»Ja. Ich meine, wenn das Herz aufhört zu schlagen und man tot ist.«
»Meinst du einen Herzinfarkt?«
»Ja, genau.«
Dazu muss gesagt werden, dass Mary Ellen auch nicht gerade unter mangelnder Körperfülle litt und sich just in diesem Moment ungeschickterweise bückte, um etwas aus dem Rucksack zu holen und dabei ein breitwandiges Hinterteil präsentierte, auf das man ohne weiteres einen Kinofilm hätte projizieren können. Das stellte Katz auf eine harte Geduldsprobe. Er sagte nichts, sondern stand auf, um zu pinkeln und zischte mir im Vorbeigehen aus dem Mundwinkel ein passendes dreisilbiges Schimpfwort zu, das wie das Signal eines Güterzugs bei Nacht klang.

Auszug aus: Picknick mit Bären (A Walk in the Woods) von Bill Bryson
Erschienen im Goldmann Verlag
Erstauflage München 1999


CastCrew

CAST
Bill BrysonROBERT REDFORD
Stephen KatzNICK NOLTE
Catherine BrysonEMMA THOMPSON
JeannieMARY STEENBURGEN
Outdoor-Verkäufer DaveNICK OFFERMAN
Mary EllenKRISTEN SCHAAL
Sam BrysonR. KEITH HARRIS
TV ModeratorRANDALL NEWSOME
DonnaHAYLEY LOVITT
DarrenLINDS EDWARDS
BeulahSUSAN McPHAIL
BeccaGAIA WISE
EnkelTUCKER MEEK
EnkelinCHANDLER HEAD
WitweSANDRA LAFFERTY
GeneJOHN SCHMEDES
CREW
RegieKEN KWAPIS
DrehbuchRICK KERB,
BILL HOLDERMAN
BuchvorlageBILL BRYSON
ProduzentenROBERT REDFORDCHIP,
BILL HOLDERMAN,
CHIP DIGGINS
Ausführende ProduzentenJAY STERN,
RUSSEL LEVINE,
LEE JAE WOO
Associate ProducerERIN SIMMS
SzenenbildGAE S. BUCKLEY
KameraJOHN BAILEY
SchnittCAROL LITTLETON,
JULIE GARCES
MusikNATHAN LARSON
KostümLEIGH LEVERETT